Norma Group

corporate responsibility

Die Ressource Wasser hat für Menschen höchste Relevanz

Im Zuge globaler Megatrends wird die überlebensnotwendige Ressource Wasser an vielen Orten dieser Erde immer knapper. Sowohl der Zugang zu Trinkwasser als auch zu Sanitäranlagen stellt insbesondere für arme Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern ein großes Problem dar. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben weltweit rund 2,4 Milliarden Menschen keinen Zugang zu Sanitäranlagen. (http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs392/en/)

Mit unseren Produkten tragen wir in vielen Regionen der Welt zu einer funktionierenden und ressourcenschonenden Wasserversorgung bei. (Produkte) Daher haben wir entschieden, unser erstes globales Engagement mit dem Schwerpunkt Wasser auf den Weg zu bringen. Besonders betroffen von dem mangelnden Zugang zu sauberem Wasser und Sanitäranlagen sind viele Menschen in Indien. Zusätzlich führt hier die prekäre Situation der sanitären Einrichtungen an Schulen häufig dazu, dass Mädchen nicht in die Schule gehen. Auch die NORMA Group ist mit dem Produktionsstandort Pune in dem westindischen Bundesstaat Maharashtra vertreten. Daher hat die NORMA Group entschieden, sich im ländlichen Umfeld von Pune für eine funktionierende Wasserversorgung an Schulen zu engagieren.

Projekt NORMA Clean Water in Indien gestartet

2013 rief der CR-Steuerungskreis zusammen mit den NORMA-Kollegen am Standort Pune ein gemeinnütziges Projekt ins Leben: NORMA Clean Water. Die gemeinnützige Organisation PLAN International wurde als Projektpartner gewonnen. Sie verfügt über weitreichende Erfahrungen bei der Implementierung von so genannten WASH-Projekten (WASH: Water – Sanitation – Hygiene) und hat in Indien bereits ein Netzwerk lokaler Partner für die Projektumsetzung aufgebaut.

Gemeinsam mit den Projektpartnern vor Ort haben wir das Ziel formuliert, im Zeitraum von 2014 bis 2017 an 50 Schulen im Umkreis von Pune 15.000 Schülern und Lehrkräften den Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu funktionierenden Sanitäranlagen zu ermöglichen. Damit haben wir ein komplexes Programm aufgesetzt, das zunächst zahlreiche bauliche Maßnahmen umfasst. Zudem wollen wir Veränderungen im Verhalten der Menschen erreichen und Strukturen etablieren, sodass sich positive Effekte verstetigen lassen.

Erfolge bestätigen den Projektplan

Um diese Ziele von NORMA Clean Water zu erreichen, wurde zunächst der Bedarf an den Projektschulen genau ermittelt. Seitdem werden, abhängig vom jeweiligen Bedarf, verteilt auf drei Projektphasen spezifische Baumaßnahmen durchgeführt: Vom Einbau von Türen in Toilettenhäusern über den kompletten Neubau von Sanitäranlagen bis zum Aufbau funktionierender Frischwasserleitungen. Insbesondere für viele Mädchen wird bereits durch die verbesserte bauliche Situation und die Errichtung von Verbrennungsanlagen für Sanitärartikel der Schulbesuch erleichtert.

Darüber hinaus ist es wichtig, das Bewusstsein für Hygienefragen gezielt zu schärfen. Im Rahmen der Aufklärungsarbeit wurden deshalb unter anderem Plakate entwickelt und im Umfeld der Sanitäranlagen aufgehängt. An 46 von 50 Schulen rief NORMA Clean Water zudem Schülerclubs ins Leben. Deren Mitglieder tragen ihr Wissen über Hygiene zu anderen Schülern, aber auch in ihre Familien. Sie übernehmen darüber hinaus die Verantwortung für den Erhalt der neu geschaffenen Sanitäranlagen.

Projektbegleitend wurden Aktionstage an den indischen Schulen ins Leben gerufen. Im Rahmen dieser Schreib- oder Malwettbewerbe befassen sich die Kinder intensiv mit der Bedeutung von Wasser für ihr Umfeld und werden so gezielt für dieses essenzielle Thema sensibilisiert und geschult.

Ende 2015 haben bereits 4.800 Schüler in 16 Schulen von den Baumaßnahmen der Sanitär- und Trinkwasseranlagen profitiert.

Zwischenbilanz NORMA Clean Water

„Wir als NORMA Group wollten für dieses anspruchsvolle Projekt einen Partner finden, der sich mit Entwicklungsprogrammen in Indien auskennt und Erfahrungen bei der Durchführung von Wasser- und Infrastrukturprojekten mitbringt.“
Marion Mitchell, Group CR Officer, NORMA Group

„Wasser, Hygiene und sanitäre Anlagen sind entscheidende Komponenten unserer Hilfsprojekte in Indien. Deshalb sind wir der NORMA Group sehr dankbar für die Unterstützung im Distrikt Pune.“
Bhagyashri Dengle, Executive Director, Plan India

„Von Anfang an haben wir uns zum Ziel gesetzt, mit unserem Engagement die Lernbedingungen an den Schulen zu verbessern. Wir wollen die Kinder aber auch zu Botschaftern in ihren Familien und in ihrem Umfeld machen – für den bewussteren Umgang mit Wasser als natürliche Ressource und seine Bedeutung für die Menschen weltweit.“
Daphne Recker, Group CR Officer, NORMA Group

„Wir Mädchen hatten ein Problem mit der Hygiene. Aber dieses wird nun durch die Verbrennungsanlage gelöst. Wir verpassen den Unterricht nicht mehr und müssen uns nicht länger vor den sanitären Anlagen scheuen. Früher mussten wir uns entscheiden, ob wir während unserer Periode zur Schule gehen oder nicht.“
Schülerin aus Pune

„Mit dem NORMA Clean Water-Projekt wurden Sanitäranlagen an unserer Schule eingerichtet und die Toiletten und Trinkwassereinrichtungen saniert. Die Gesundheit der Kinder hat sich hierdurch stark verbessert.“
Ashok Sarode, Schulleiter der Hirabi Gopalrao Gaikwad High School, Kasari




NORMA Clean Water mit positivem Ausblick

Die Zwischenbilanz Ende 2015 zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind, die Ziele dieses umfassenden Projekts zu erreichen. Langfristige Veränderungen in Strukturen und Verhalten stehen im Mittelpunkt der abschließenden Projektphase von NORMA Clean Water, die bis 2017 andauert. Hierfür ist es besonders wichtig, die Verwaltung, Schulleitung, Elternvertreter und Schülerclubs in die Aktionen einzubinden.

Auch nach dem erfolgreichen Abschluss der Maßnahmen im Jahr 2017 werden wir NORMA Clean Water in Indien weiterhin begleiten. Der Erfolg von NORMA Clean Water bestärkt uns in dem Vorhaben, uns für ausgewählte Entwicklungsprogramme einzusetzen, die einen Bezug zu den strategischen Themen der NORMA Group haben. Dabei achten wir insbesondere auf die Vorbild-Funktion und Multiplizierbarkeit der von uns eingeleiteten Maßnahmen. GRI [G4-SO1]