Norma Group

corporate responsibility

Arbeitssicherheit und Gesundheit

Weltweit ereignen sich laut der International Labour Organization (ILO) jährlich etwa 374 Millionen Arbeitsunfälle. (ILO) Aus diesem Grund stehen Unternehmen mit Blick auf die Sicherheit und Gesundheit ihrer Mitarbeiter in einer besonderen Verantwortung. Die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter hat für die NORMA Group daher oberste Priorität. Regelmäßige Risk-Assessments an unseren Produktionsstätten zeigen, dass die Maschinerie und der Fahrzeugverkehr dabei die wichtigsten Faktoren sind. Jedoch schätzen wir diese Risiken insgesamt als geringfügig ein, bedingt durch unseren systematischen konzernweiten Ansatz des Sicherheits- und Gesundheitsmanagements.

Gesetze und regulatorische Rahmenbedingungen stellen für unser Unternehmen klar definierte Standards für Arbeitssicherheit und Gesundheit dar – wir gehen zudem in vielen Fällen deutlich über deren Anforderungen hinaus. Um der Bedeutung des Themas gerecht zu werden, wird es in unserem konzernweit gültigen Management-Manual adressiert. Darin heißt es unter anderem: „Bei der NORMA Group leben wir eine ‚Safety first‘-Kultur, die in unserem gesamten Unternehmen zutage tritt und bestärkt wird.“ So sorgen wir mit ergänzenden Programmen dafür, dass alle Arbeitsplätze ein Höchstmaß an Sicherheit bieten und Unfälle möglichst vermieden werden. Dafür treffen wir insbesondere technische Vorkehrungen und führen Schulungen zur Prävention von Arbeitsunfällen durch. Unsere hohen Standards gelten dabei für Leiharbeitnehmer genauso wie für unsere Stammbelegschaft. Zudem schließen wir Arbeitssicherheitszertifizierungen auch in die Bewertung unserer Lieferanten ein. (Nachhaltigkeit im Einkauf)

Zertifizierung aller Produktionsstätten

Alle Produktionsstandorte der NORMA Group verfügen über lokale Verantwortliche für Arbeitssicherheit und Gesundheit, die – gemeinsam mit der jeweiligen Werksleitung und Sicherheitsausschüssen – die Umsetzung von Arbeitssicherheitsstandards sicherstellen und als Ansprechpartner für Fachfragen zur Verfügung stehen. Es ist unser Ziel, dass alle Produktionsstandorte bis 2020 entsprechend dem internationalen Standard OHSAS 18001 (respektive des Nachfolgers ISO 45001) zertifiziert sind. Ende 2018 waren 20 der 27 Produktionsstätten, die seit mehr als zwölf Monaten zur NORMA Group gehören, extern geprüft und nach OHSAS 18001 zertifiziert. Im Vergleich zum Ende 2017 blieb die absolute Anzahl der zertifizierten Standorte gleich, der Anteil an der Gesamtzahl der Werke fiel jedoch von 80 % auf 74 % aufgrund der neu akquirierten Produktionsstandorte, die noch keine Zertifizierung vorweisen. Für alle Standorte, die noch nicht entsprechend zertifiziert sind, gibt es feste Zeitrahmen, die sicherstellen, dass eine Zertifizierung von 100 % der NORMA Group Produktionsstandorte bis 2020 gewährleistet werden kann.

OHSAS 18001 schreibt vor, regelmäßig auf Standortebene die Risiken für Arbeitssicherheit und Gesundheit zu bewerten. Auf dieser Basis finden kontinuierlich interne Audits statt, um Verbesserungspotenziale zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen festzulegen. Die aus den Maßnahmen resultierenden Fortschritte werden regelmäßig überprüft.

Unfallrate als zentrale Steuerungskennzahl

Die Einführung von Managementsystemen zur Arbeitssicherheit ist kein Selbstzweck. Zur Steuerung ihrer Wirksamkeit erheben wir die Unfallrate; diese misst die Anzahl der Unfälle je 1.000 Mitarbeiter, welche einen Arbeitsausfall von mehr als drei Arbeitstagen nach sich ziehen. Wir konnten die Unfallrate in den vergangenen Jahren bereits deutlich senken. Im Jahr 2018 lag die Unfallrate bei 7,8 Unfällen pro 1.000 Mitarbeiter und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr (2017: 6,3) an.

Wir erheben außerdem die Zahl der medizinischen Behandlungen beziehungsweise der ­Unfälle, die einen Arbeitsausfall von weniger als drei Tagen nach sich ziehen ­(Behandlungsrate). Im Jahr 2018 waren dies 40,9 Behandlungen pro 1.000 Mitarbeiter. Auch dieser Wert stieg im Vergleich zu 2017 (36,0) leicht an.

Bei unserem Arbeitssicherheitsansatz bevorzugen wir immer die Prävention von Unfällen gegenüber reaktiven Maßnahmen. Aus diesem Grund halten wir neben der Unfall- und Behandlungsrate auch die Ereignisse fest, in denen unsere Mitarbeiter einem Unfall knapp entgangen sind („near misses“). Unfälle, medizinische Behandlungen und „near misses“ werden von den Mitarbeitern an ihre Vorgesetzten berichtet, die wiederum die Informationen an die Verantwortlichen für Arbeitssicherheit und Gesundheit weitergeben.

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Wirksamkeit wird regelmäßig gemessen

Der Erfolg unseres Managementansatzes wird durch ein regelmäßiges Reporting der globalen Arbeitssicherheitsabteilung an den Vorstand überprüft. Auf Ebene der Produktionsstätten finden umfassende Ursachenanalysen statt und entsprechende Gegenmaßnahmen werden festgelegt. Auch der Fortschritt dieser Maßnahmen wird an den Vorstand berichtet. Im vergangenen Jahr führte die NORMA Group eine globale Evaluierung der verschiedenen Arten von Unfällen und Behandlungen durch. Zurzeit werden die Ergebnisse der Evaluierung und Best-Practice-Ansätze mit dem lokalen Management der Produktionsstandorte geteilt, um künftig den Risiken präventiv zu begegnen.


Unser erklärtes Ziel ist es, die Unfallrate in den kommenden Jahren weiter zu reduzieren. Bis 2020 wollen wir eine Verbesserung auf maximal vier meldepflichtige Unfälle je 1.000 Mitarbeiter pro Jahr erreichen. (CR-Roadmap) Ein wesentliches Instrument zur Zielerreichung ist die Initiative „Values-­Based-Safety“. Sie soll unsere Mitarbeiter dazu anregen, Sicherheitsrisiken frühzeitig zu identifizieren und die Prozesse entsprechend zu verändern.