Norma Group

corporate responsibility


Klimaschutz in der Produktion

Weltweit trägt die verarbeitende Industrie durch ihre eigenen Produktionsprozesse und ihren Energieverbrauch signifikant zu Treibhausgasemissionen bei. Die Reduktion des CO2-Ausstoßes stellt einen bedeutenden Hebel dar, um das Ziel der Weltgemeinschaft zu erreichen, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen: Nur wenn es uns gelingt, unseren ambitionierten Wachstumszielen gerecht zu werden und gleichzeitig unsere Treibhausgase zu minimieren, kann die NORMA Group einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Mit unserer Umweltstrategie wollen wir einen deutlichen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels leisten. Die Strategie konzentriert sich auf die Emissionen, die durch Produktionsprozesse an unseren Standorten und den damit verbundenen Energiebedarf entstehen (Scope 1 und 2). Für diese Emissionen haben wir uns ein absolutes Reduktionsziel gesetzt: Trotz erheblicher Wachstumsziele will die NORMA Group ihre CO2-Emissionen bis 2025 um 16 % reduzieren (Basisjahr 2017). Die Berechnung dieses Ziels basiert auf dem branchenbezogenen Dekarbonisierungsansatz (Sectoral Decarbonization Approach) der Science Based Targets Initiative und schließt die Emissionen aus, die durch anorganisches Wachstum verursacht wurden. Um die Zielerreichung auch auf lokaler Ebene zu gewährleisten, integrieren wir die Ziele derzeit in unsere Umweltmanagementsysteme.

Eine Richtlinie für den Bezug von Ökostrom beziehungsweise erneuerbaren Energien gibt es bei der NORMA Group derzeit nicht. Stattdessen steuern wir die Emissionsreduzierung, indem wir unseren Energiebedarf vermindern. Für die konkreten Maßnahmen zur Senkung des Energiebedarfs und damit der CO2-Emissionen ist bei der NORMA Group das Management der einzelnen Werke verantwortlich.

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Leichter Anstieg des Energieverbrauchs

Die NORMA Group konzentriert sich derzeit bei der Erhebung und Steuerung ihrer Treibhausgasemissionen auf die Emissionen, die aus dem Strom- und Gasverbrauch ihrer Produktionsstandorte entstehen. Im vergangenen Jahr führte der Strom- und Gasverbrauch zum Ausstoß von insgesamt 51.018 Tonnen CO2-Emissionen. Das entspricht 47,06 kg pro TEUR Umsatz, eine Verringerung im Vergleich zum Vorjahr um rund 6,6 % (2017: 50,38 kg pro TEUR Umsatz). Der entsprechende Energieverbrauch aus Strom und Gas betrug 125,45 Gigawattstunden beziehungsweise 114,79 Kilowattstunden pro TEUR Umsatz (2017: 114,35 Kilowattstunden pro TEUR Umsatz).


Die Treibhausgasemissionen werden mit einer Kombination aus standortbezogenen („location-based“) und marktbasierten („market-based“) Methoden berechnet: Die NORMA Group verwendet Emissionsfaktoren von Energieversorgern, sofern diese spezifischen Faktoren verfügbar sind (marktbasiert). Ist dies nicht der Fall, verwenden wir die von der Internationalen Energieagentur zur Verfügung gestellten Länderemissionsfaktoren (standortbezogen). Eine Angabe zur Höhe der Emissionen gemäß einer rein standortbezogenen Methode findet sich im Datenkapitel des CR-Berichts.

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Quantifizierung von Emissionen entlang der Wertschöpfungskette

Neben unseren Bemühungen um eine Reduzierung der Emissionen an unseren Produktionsstandorten setzen wir uns auch für das Management der Treibhausgasemissionen entlang der Wertschöpfungskette ein (Scope-3-Emissionen). Das bedeutet zum einen, dass wir die Lieferkette in unsere Ansätze einbeziehen, da für die Herstellung der Materialien und Komponenten, die wir einkaufen, in vielen Fällen große Energiemengen benötigt werden. Ein Beitrag zum Klimaschutz ist nur möglich, wenn auch unsere Zulieferer ihre Treibhausgase wirksam reduzieren. Zum anderen ist es auch unser Ziel, den CO2-Fußabdruck unserer Produkte während der Nutzungsphase zu reduzieren. Dies ist insbesondere in der Automobilindustrie von Relevanz, wo wir unter anderem neue Anwendungen im Bereich der E-Mobilität entwickeln. (Umweltwirkung der Produkte)


Grundlage für ein effektives Management ist zunächst die Quantifizierung der Emissionen entlang der Wertschöpfungskette. Im vergangenen Jahr haben wir erste Initiativen gestartet, um die Auswirkungen der Herstellung wichtiger Rohstoffe (Nachhaltigkeit im Einkauf) sowie den Einsatz unserer Produkte zu bewerten. In den nächsten Jahren wollen wir die Analyse auf weitere relevante Rohstoffe und Produktportfolios erweitern.