Norma Group

corporate responsibility

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Recycelter und regranulierter Kunststoff zur Herstellung von Produkten für das Wassermanagement


Nachhaltigkeit im Einkauf

Die NORMA Group hat im Jahr 2017 Waren und Dienstleistungen im Wert von EUR 433,1 Mio. eingekauft. Auch dabei stellen wir sicher, dass die Aspekte der unternehmerischen Verantwortung einbezogen werden: Wir arbeiten intensiv daran, vertragliche Beziehungen mit unseren Lieferanten sozial- und umweltverträglich auszugestalten und sicherzustellen, dass etwa Menschenrechte, Arbeits- und Umweltstandards eingehalten werden.

Der Einkaufsprozess zielt in erster Linie darauf ab, direkte Kosten der NORMA Group zu senken und den maximalen Wert für das Unternehmen zu erreichen. Er birgt jedoch auch Risiken hinsichtlich der Qualität der Lieferungen und Leistungen ebenso wie für die Vernachlässigung von Umwelt- und Sozialstandards in der Lieferkette. Aus diesem Grund berücksichtigen wir in unseren Einkaufsprozessen nicht nur reine Preisfaktoren, sondern bewerten auch Qualität, Logistik und Nachhaltigkeit der Lieferanten als Teil des Einkaufsprozesses. (Geschäftsbericht)

Die Steuerung von Nachhaltigkeitsaspekten im Einkauf wird von unserer globalen Einkaufsabteilung verantwortet. Ein wichtiger Schritt bei der Entwicklung unseres Nachhaltigkeitskonzepts im Einkauf war der Stakeholder-Roundtable zum Thema „Nachhaltigkeit in der Lieferkette“ im Jahr 2016. (Stakeholder und Wesentlichkeit) Dabei hat die NORMA Group ihren Ansatz externen Stakeholdern vorgestellt und ihr Konzept entsprechend dem erhaltenen Feedback angepasst.

Supplier Code of Conduct bildet den Rahmen

Alle unsere Lieferanten sollen ihr Unternehmen unter Einhaltung der Gesetze und ethischer Grundsätze sowie gemäß dem Respekt der Menschenrechte und den Standards der Arbeitssicherheit sowie des Umweltschutzes führen.

Wir haben deshalb Nachhaltigkeitsaspekte strukturell in unsere Einkaufsprozesse sowie in unsere Organisation integriert, etwa in unser Einkaufshandbuch, das alle wesentlichen Prozesse und Verfahren beschreibt, die als Rahmenwerk für die globale Organisation verwendet werden. Grundlage für unser Selbstverständnis ist unser Supplier Code of Coduct. Dieser weltweit gültige Verhaltenskodex formuliert unsere Erwartungen an das nachhaltige Wirtschaften unserer Lieferanten. Er verpflichtet die Lieferanten unter anderem zur Einhaltung folgender Grundsätze:
In Bezug auf Menschenrechte orientiert sich der Supplier Code of Conduct an den Regelwerken ILO, UDHR, UN Global Compact und SA8000.

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Nachhaltigkeit im Supplier-Scoring und Warengruppen-Management

Das Bekenntnis zu unserem Supplier Code of Conduct spielt in unseren regulären Einkaufsprozessen eine wichtige Rolle. Nur wenn ein Lieferant den Code of Conduct unterschreibt, wird er in unserem Warengruppen-Management als „bevorzugt“ klassifiziert. 100 % der Lieferanten, die hier den Status „bevorzugt“ bekommen, haben daher den Code of Conduct unterschrieben oder können ein darüber hinausgehendes Commitment nachweisen. Dies sind 25 Zulieferer, die rund 33 % unseres Produktionsmaterialumsatzes ausmachen.


Um unsere Lieferanten noch besser bewerten, vergleichen und steuern zu können, haben wir im Jahr 2013 ein konzernweites Supplier-Scoring eingeführt. Neben dem Preis werden hier ebenfalls zahlreiche andere Faktoren berücksichtigt, wie etwa die Qualität, die Kostentransparenz und die Logistikleistungen. Eine der vier Säulen des Scorings ist „Nachhaltigkeit“, in der wir Zertifizierungen im Bereich Umwelt und Arbeitssicherheit abfragen.

Neues Nachhaltigkeits-Self-Assessment

Im Jahr 2017 war erstmalig ein freiwilliges Nachhaltigkeits-Self-Assessment Teil unseres Supplier-Scorings. Dabei haben wir unsere Lieferanten nach detaillierten Informationen über soziale Gesichtspunkte (Vereinigungsfreiheit, Beschwerdemechanismen und Arbeitsunfälle), Umweltaspekte (einschließlich CO2-Emissionen, Wasserverbrauch und Abfallmanagement) sowie Compliance-Themen gefragt.

Die Evaluation des Self-Assessments hat ergeben, dass es von 18 % der im Scoring vertretenen Lieferanten ausgefüllt wurde. Diesen Wert betrachten wir als solide Grundlage, auf der wir nun aufbauen. In den kommenden Jahren soll die Teilnahme am Nachhaltigkeits-Self-Assessment um jährlich 5 % gesteigert werden.

Darüber hinaus will die NORMA Group Nachhaltigkeitsaspekte auch in ihren Warengruppenstrategien verankern. Für verschiedene Warengruppen sollen dabei sogenannte Nachhaltigkeitssteckbriefe erstellt werden, die es ermöglichen, Nachhaltigkeitsrisiken besser zu identifizieren und gezielt zu minimieren.

Konfliktmineralien möglichst aus Lieferkette ausschließen

In geringen Mengen bezieht die NORMA Group auch Bestandteile, welche die sogenannten „3TG-Rohstoffe“ Zinn, Tantal, Wolfram und Gold enthalten. Besondere Brisanz erhalten diese Rohstoffe dadurch, dass ein großer Teil der Erzvorkommen in Konfliktregionen (insbesondere der Demokratischen Republik Kongo) liegen, wo sie teilweise unter schweren Verletzungen des Völkerrechts abgebaut und gehandelt werden. In Bezug auf diese sogenannten „Konfliktrohstoffe“ verfolgt die NORMA Group das Ziel, dass sie aus ihren Lieferketten möglichst ausgeschlossen werden. Die NORMA Group kauft diese Mineralien nicht direkt ein. Sie sind jedoch teilweise in Komponenten von Lieferanten enthalten. So werden etwa in unseren Urea-Leitungen kleine Mengen an Gold verwendet, einige Komponenten werden mit Zinn beschichtet.

Wir haben daher die „Conflict Minerals Roadmap“ ins Leben gerufen, welche größtmögliche Transparenz innerhalb der Lieferantenbasis schaffen soll. Grundlage bildet das CMRT (Conflict Minerals Reporting Template) der Conflict Free Sourcing Initiative, das alle relevanten Lieferanten ausfüllen mussten. 2016 haben wir das Management des CMRT vollständig in unsere E-Sourcing-Plattform integriert. Dies ermöglicht uns eine bessere Auswertung und Weiterverfolgung der Rückmeldungen unserer Lieferanten.

Außerdem haben wir die Einkäufer an allen Standorten hinsichtlich der Wichtigkeit des Themas Konfliktmineralien und der potenziellen Risiken von Materialien, die von möglicherweise involvierten Lieferanten kommen, geschult. Darüber hinaus stellen wir sicher, dass 100 % der betroffenen Lieferanten unseren Supplier Code of Conduct unterschrieben haben. Darin werden sie aufgefordert zu bestätigen, dass sie der Zusammenarbeit in Due-Diligence-Maßnahmen hinsichtlich Konfliktmineralien zustimmen.

Die Informationen, die wir erhalten, geben wir so transparent wie möglich an unsere Kunden weiter. Angesichts der Vielzahl der Produkte, der Zulieferer und Sub-Lieferanten ist es aber in der Regel nicht in einem vertretbaren Umfang möglich, konkrete tragfähige Aussagen darüber zu machen, aus welcher Schmelzerei bzw. Mine die Rohstoffe für ein bestimmtes Produkt eines bestimmten Kunden stammen.