Norma Group

corporate responsibility

Umweltwirkung der Produkte

Das zunehmende Umweltbewusstsein, die Ressourcenknappheit und der wachsende Kostendruck spielen heute in beinahe jedem Industriezweig eine wesentliche Rolle. Hinzu kommen verbindliche Vorgaben durch den Gesetzgeber, die insbesondere in der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie strengere Emissionsvorschriften oder spezifische Anforderungen an die eingesetzten Materialien zur Folge haben. Die NORMA Group baut deshalb in ihrem Produktportfolio auf wertsteigernde und zugleich nachhaltige Lösungen.

Die Produktlösungen der NORMA Group in den Kategorien Befestigungsschellen, Verbindungselemente und Fluidsysteme werden in Endprodukten verarbeitet. Dabei kommt unseren Produkten vor allem die Aufgabe zu, den effizienten Transport beziehungsweise Einsatz von flüssigen oder gasförmigen Stoffen zu gewährleisten. Einige wesentliche Vorteile unserer Produkte liegen in ihrer Optimierung im Hinblick auf Emissionen, Leckagen, Gewicht, aber auch bei Raumvolumen oder Montagezeit. Zudem erweitern wir unser Produktportfolio im ­Bereich der Elektromobilität und unterstützen damit zukunftsweisende Mobilitätskonzepte (siehe unten).

Bei der Entwicklung neuer Produkte orientieren wir uns an den Spezifikationen und Anforderungen unserer Kunden. Ihre Wünsche zu erfüllen und Lösungen für ihre Probleme anzubieten, hat für die NORMA Group höchste Priorität. Grund­anforderung an alle unsere Produkte ist stets die effektive Verhinderung von Leckagen und Schadstoffaustritten. Wir erfüllen diese Anforderungen für unsere Kunden und stellen dabei höchste Zuverlässigkeit und Qualität sicher. (Qualität) Gleichzeitig entwickeln wir für unsere Kunden in entsprechenden Projekten Ideen, die die Umweltverträglichkeit ihrer und unserer Produkte verbessern. Um unsere Verbesserungen zu bewerten, haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, die Auswirkungen unserer Produkte in der Nutzungsphase sowohl hinsichtlich der Treibhausgasemissionen (Scope-3-Emissionen) als auch des Wasserverbrauchs zu bewerten und zu quantifizieren.

Risiken aus der Unternehmenstätigkeit

In Bezug auf verschiedene Umweltaspekte können sich aus Geschäftsbeziehungen, Produkten und Dienstleistungen bestimmte Risiken ergeben. Im Bereich der Wasserwirtschaft bieten unsere Produkte unter anderem den Vorteil eines geringeren Wasserverbrauchs. Wenn wir dieses Versprechen jedoch nicht einhalten können, besteht die Möglichkeit, dass Wasser verschwendet wird. Dies ist insbesondere im Hinblick auf Regionen kritisch, in denen Wasserknappheit ein großes Problem darstellt.

In der Automobilindustrie besteht das primäre Umweltrisiko in der Emission von Schadstoffen. Dies kann durch Leckagen, schlechte Abgasreinigung oder unnötiges Fahrzeuggewicht verursacht werden, was wiederum den Kraftstoffverbrauch erhöht. Daraus ergeben sich auch Risiken für unser Unternehmen: Qualitätsmängel können zu Rechtsstreitigkeiten, Schadensersatzpflicht oder zum Verlust von Kunden führen.

Aktives Management von E-Mobilität

Der Verkehrssektor verursacht rund 14 % der weltweiten Treibhausgasemissionen. (IPCC) Das globale Ziel, die Erderwärmung bis 2050 auf deutlich unter zwei Grad zu reduzieren, geht einher mit einem zunehmenden Druck auf die Automobilindustrie, die Anstrengungen zur Realisierung der E-Mobilität als primäres Verkehrskonzept zu verstärken. Dabei gibt es viele Herausforderungen zu meistern, wobei das Angebot an Elektroautos und Ladeinfrastrukturen die vordringlichste ist.

Die NORMA Group leistet einen aktiven Beitrag, indem sie neue Produkte entwickelt, etwa Thermomanagement-Systeme zur Kühlung beziehungsweise Erwärmung von Batterien. Schon bei der Entwicklung werden diese Systeme auf die wichtigsten Herausforderungen der Kunden zugeschnitten: Einsparungen bei Gewicht und Bauraum sowie die Reduzierung von Druckverlusten der Kühlmittel. Letzteres ist entscheidend für die optimale Leistung des Batterie-Thermo-Managementsystems: Nur wenn der Kühlmittelfluss im ganzen System mit einer Gesamtlänge von bis zu 20 Metern richtig gesteuert wird, arbeitet das Thermo-Management effizient: die Batterie kann ihre optimale Leistung bringen und die Reichweite maximieren. Neben Lösungen für diese Anforderungen gewährleistet die NORMA Group höchste Sicherheitsstandards, indem sie das Know-how aus der Entwicklung von Kraftstofftransportsystemen in die sensible Umgebung von Batterien und Kühlwasser überträgt.

Die Aktivitäten der NORMA Group im Bereich E-Mobilität sind derzeit in einer projektbasierten Organisation mit speziellen Engineering- und Vertriebsmitarbeitern angesiedelt. Auf diese Weise können wir uns flexibel mit diesem aufstrebenden und sehr dynamischen Markt auseinandersetzen und die neuen Herausforderungen mit unserem bereits bestehenden Produktportfolio und unserer Kundenkompetenz verbinden. Alle relevanten internen Stakeholder wurden im vergangenen Jahr umfassend geschult. Um eine globale Ausrichtung und Steuerung zu gewährleisten, werden alle Projekte vom Global Product Management E-Mobility koordiniert und unterstützt.

Dieser Managementansatz zeigt bereits erste Ergebnisse. Im vergangenen Jahr erhielt die NORMA Group den Auftrag zur Lieferung von rund 40.000 Thermo-Managementsystemen für Elektroautos an einen führenden chinesischen Automobilhersteller. Der Erfolg war das Ergebnis einer intensiven funktionsübergreifenden Zusammenarbeit, insbesondere zwischen Vertrieb und Engineering. Da hauptsächlich thermoplastische Kunststoffe zum Einsatz kommen, sind die Systeme rund 65 % leichter als solche mit Gummischläuchen.

Nachhaltige Wasserwirtschaft als wichtiger Wachstumsmarkt

Angesichts der weltweit zunehmenden Wasserknappheit steigt der Bedarf an ­effizienten Wasserversorgungs- und Infrastrukturlösungen. Die NORMA Group trägt diesem Trend Rechnung, indem sie ihr Water Management Portfolio kontinuierlich ausbaut und verbessert. Im vergangenen Jahr machten Produkte aus dem Bereich der Wasserwirtschaft 17 % des Jahresumsatzes der NORMA Group aus. Zu den Produkten gehören unter anderem Tropfbewässerungssysteme, die im Vergleich zu Sprinklern bis zu 60 % Wasser sparen, oder Verbindungslösungen wie die FGR-Kupplung, die in Kläranlagen eingesetzt werden kann. Ein weiteres Anwendungsgebiet sind Entwässerungssysteme, die Wasser zur Entsorgung oder zur weiteren Reinigung und Wiederverwendung auffangen und sammeln.

Die Organisation der NORMA Group im Bereich Wassermanagement ist dezentral organisiert, mit der US-Tochtergesellschaft NDS in der Region Amerika und wachsenden Organisationen in EMEA und Asien-Pazifik. Alle Regionen pflegen einen ständigen und intensiven Austausch, um bestehende Produkte an die Marktbedürfnisse anzupassen und neue Lösungen zu entwickeln. Darüber hinaus erweitert die NORMA Group intern ihre Kompetenzen und erhöht ihre Marktdurchdringung durch gezielte Akquisitionen.