Norma Group

corporate responsibility

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Wasser in der Produktion

Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass der Bedarf an Süßwasser bis 2050 um 40 % steigen wird. Zu diesem Zeitpunkt würde derzeitigen Berechnungen zufolge jeder vierte Mensch in einem Land mit Wasserknappheit leben. (Vereinte Nationen) Die NORMA Group hat diesen Megatrend frühzeitig erkannt und entsprechend reagiert. Inzwischen setzt sich das Produktportfolio der NORMA Group zu einem bedeutenden Teil aus Produkten im Bereich Wassermanagement zusammen, die unseren Kunden dabei helfen, den Wasserverbrauch möglichst optimal zu steuern. (Umweltwirkung der Produkte)


Allein 19 % des weltweiten Wasserverbrauchs entfällt auf die Produktionsprozesse der Industrie. (FAO) Mit ihrer weltweiten Präsenz ist die NORMA Group auch in Regionen vertreten, die ein mittleres bis hohes Risiko für Wasserknappheit aufweisen. Vor diesem Hintergrund trägt auch die NORMA Group eine besondere Verantwortung für einen sorgsamen Umgang mit dieser Ressource in der eigenen Produktion. Unsere Produktionsstandorte sollen dabei als Vorbild für den nachhaltigeren und ressourcenschonenden Umgang mit Wasser fungieren. Der Wasserverbrauch bei der NORMA Group entsteht zu einem großen Teil im Rahmen von Kühlungsvorgängen innerhalb unserer Produktionsprozesse. Entsprechend können durch die Senkung des Wasserverbrauchs in diesem Zusammenhang die Produktionskosten reduziert werden.

Auch in der Lieferkette spielt das Thema Wasserverbrauch eine wichtige Rolle: Die NORMA Group kauft beispielsweise Granulate, Gummiformteile und Kunststoffteile ein, die zum Teil in wasserintensiven Prozessen der chemischen Industrie hergestellt werden. Aus diesem Grund hat die NORMA Group sowohl die Reduktion des Wasserverbrauchs als auch den sicheren Umgang mit Abwässern in ihren Supplier Code of Conduct und ihre Commodity-Strategien aufgenommen. (Nachhaltigkeit im Einkauf)

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Reduzierung des eigenen Wasserverbrauchs

Seit Jahren arbeitet die NORMA Group an dem Ziel, den Einsatz von Wasser innerhalb ihrer eigenen Produktionsprozesse kontinuierlich zu senken. In unserer Umweltstrategie berücksichtigen wir sowohl den Wasserverbrauch an unseren Produktionsstandorten als auch entlang der Wertschöpfungskette. Für unsere eigenen Standorte haben wir uns zum Ziel gesetzt, den Wasserverbrauch im Verhältnis zu Umsatzerlösen bis 2025 um 15 % zu senken (Basisjahr 2017), was einer Effizienzsteigerung von 2 % pro Jahr entspricht. Um dieses Ziel zu erreichen, legen wir einen besonderen Fokus auf Standorte in Gebieten mit wasserbezogenen Risiken (quantitativ und qualitativ nach der AQUEDUCT-Methodik).


Im Rahmen der Datenerhebung und der Zielvorgaben konzentrieren wir uns auf unsere Produktionsstandorte, da der Wasserverbrauch an unseren Verwaltungs- und Distributionsstandorten aufgrund der deutlich geringeren Verbrauchswerte nur eine untergeordnete Rolle spielt.

Die Steuerung des Wasserverbrauchs folgt unseren Umweltmanagement­­sys­temen. Sie wird global und lokal von der Umweltabteilung umgesetzt und auf Werksebene entsprechend den Standards von ISO 14001 implementiert. (Umweltmanagementsysteme)

Das Wasser, das die NORMA Group verbraucht, stammt hauptsächlich aus kommunalen oder anderen öffentlichen oder privaten Wasserversorgungssystemen und – an einigen Standorten – aus Grund- und Oberflächenwasser. Der Wasserverbrauch der Produktionsstätten der NORMA Group betrug im vergangenen Jahr 152.943 Kubikmeter und blieb damit im Vergleich zum Vorjahr (2017: 152.413 Kubikmeter) fast konstant. Dementsprechend betrug der Wasserverbrauch pro TEUR Umsatzerlöse 0,14 Kubikmeter (2017: 0,15 Kubikmeter), was einer Verbesserung um 5,9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die Einführung von ISO 14001 bei der NORMA Group umfasst auch den Umgang mit Abwasser. Grundsätzlich wird die überwiegende Mehrheit der Abwässer an Standorten der NORMA Group in lokale Abwasser- und Wiederaufbereitungssysteme geleitet. 2018 wurde eines der chinesischen Tochterunternehmen der NORMA Group, Fengfan Fastener (Shaoxing) Co., Ltd., („Fengfan“), angewiesen, eine Strafe in Höhe von umgerechnet TEUR 103 (zuzüglich Gerichtskosten) zu zahlen. Die zuständige Umweltbehörde hatte festgestellt, dass Fengfan die chinesischen Vorschriften zur Kontrolle von Wasserverschmutzung nicht eingehalten und Abwässer aus der Produktion von Kabelbindern ohne notwendige Behandlung in die Kanalisation eingeleitet hatte. Die NORMA Group hat inzwischen Maßnahmen umgesetzt, um eine vollständige Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen, wie etwa die Installation neuer Abwasserfilter und den Austausch der Reinigungsmittel.