Steuerungssystem

Die konsequente Ausrichtung auf die genannten Konzernziele spiegelt sich auch im internen Steuerungssystem der NORMA Group wider, das sowohl auf finanziellen als auch auf nichtfinanziellen Steuerungskennzahlen beruht.

Finanzielle Steuerungskennzahlen

Zu den bedeutenden finanziellen Steuerungskennzahlen der NORMA Group zählen die folgenden wert- und wachstumsorientierten Kennzahlen, die unmittelbaren Einfluss auf die Wertschöpfung der NORMA Group haben: Konzernumsatz, bereinigte EBIT-Marge sowie operativer Netto-Cashflow. Anhand dieser Kennzahlen überprüft die NORMA Group kontinuierlich die Erfolge hinsichtlich Wachstum, Profitabilität und Liquidität.

 

 

 202520242023202220212020201920182017
Konzernumsatzin EUR Mio.
821,71881,811.222,81.243,01.091,9952,21.100,11.084,11.017,1
Bereinigte EBIT-Marge in %0,813,718,08,010,44,812,415,216,3
Operativer Netto-Cashflow2in EUR Mio.
95,8105,487,365,399,878,3122,9124,4132,9

1_Kennzahlen nur für fortzuführende Geschäftsbereiche.

2_Der Konzern hat die Darstellung einer Kapitalflussrechnung gewählt, die alle Cashflows insgesamt aufgliedert – das heißt einschließlich fortzuführender und aufgegebener Geschäftsbereiche.

Konzernumsatz

Als wachstumsorientiertes Unternehmen misst die NORMA Group der profitablen Steigerung des Umsatzes besondere Bedeutung bei. Der Konzern strebt dabei kurz- und mittelfristig ein Wachstum über dem Marktdurchschnitt an.

Aufgrund der breiten Marktstruktur im Bereich der Verbindungstechnologie orientiert sich der Vorstand bei der Prognose der erwarteten Umsatzentwicklung an internen Analysen sowie an Studien einschlägiger Wirtschaftsforschungsinstitute zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts in den jeweiligen Regionen sowie zu Produktions- und Absatzzahlen der relevanten Kundenindustrien. Darüber hinaus bezieht das Management ausgewählte Frühindikatoren, wie das Bestellverhalten der Kunden im Handelsgeschäft der strategischen Geschäftseinheit Industry Applications sowie den Auftragsbestand im Bereich Mobility & New Energy, in seine Prognose mit ein.

Bereinigte EBIT-Marge

Die bereinigte EBIT-Marge, die das bereinigte EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) im Verhältnis zum Umsatz darstellt, gibt Aufschluss über die Profitabilität der Geschäftsaktivitäten und ist eine zentrale interne Steuerungsund Bewertungskennzahl für die laufende operative Tätigkeit des Konzerns. Darüber hinaus bildet das bereinigte EBIT die Grundlage für die Vergütung des Vorstands sowie die Incentivierungsbasis für außertariflich angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Um die Profitabilität des Konzerns auf einem hohen Niveau zu halten, arbeitet die NORMA Group kontinuierlich an der Optimierung ihrer Unternehmensprozesse und -strukturen. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf der nachhaltigen Reduzierung wesentlicher Kostenfaktoren.

Zum langfristigen Vergleich und für ein besseres Verständnis der Geschäftsentwicklung bereinigt die NORMA Group das Ergebnis zur operativen Steuerung des Konzerns um bestimmte Aufwendungen und Erträge im Rahmen von realisierten M&A-Transaktionen. Des Weiteren erfolgen seit 2025 Bereinigungen für Kosten im Rahmen der im Geschäftsjahr 2025 begonnenen globalen Transformation. Aus diesem Transformationsprogramm resultieren vor allem Aufwendungen für Abfindungen im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen, damit verbundene Beratungskosten sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit Produktionsverlagerungen. Die Bereinigungen erfolgen dabei nach dem Management-Approach in der Segmentberichterstattung.

Operativer Netto-Cashflow

Um die finanzielle Unabhängigkeit und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Konzerns sicherzustellen, orientiert sich die NORMA Group bei der Konzernsteuerung auch am operativen Netto-Cashflow. Dieser umfasst die wesentlichen zahlungswirksamen Posten, die von den einzelnen Geschäftseinheiten beeinflusst werden können, und zeigt, ob sich die NORMA Group aus dem Zahlungsstrom des operativen Geschäfts heraus finanzieren kann. Die Berechnung erfolgt ausgehend vom bereinigten EBITDA, zuzüglich der Veränderungen im Working Capital und abzüglich der Investitionen aus dem operativen Bereich. Wesentliche Ansatzpunkte zur Verbesserung des operativen Netto-Cashflows liegen in der Umsatzsteigerung, der Verbesserung des um Sondereffekte bereinigten betrieblichen Ergebnisses (EBITDA) sowie in einer nachhaltigen, wertsteigernden Investitionstätigkeit. Ein konsequentes Management des Working Capitals mit Fokus auf kontinuierliche Optimierung wirkt sich dabei positiv auf den operativen Netto-Cashflow aus.

Nichtfinanzielle Kennzahlen

Die Einhaltung der geltenden Umweltschutzvorgaben und die Vermeidung von Umweltrisiken sowie der Arbeitsschutz haben für die NORMA Group eine hohe Priorität. Das Unternehmen orientiert sich dabei an internationalen Standards und Richtlinien. Die CO2-Emissionen stellt bei der NORMA Group eine nichtfinanzielle Kennzahl dar, die das Unternehmen überwacht, jedoch nicht in der gleichen Prozessgranularität wie die finanziellen Steuerungskennzahlen, da sie weder für das Verständnis vom Geschäftsverlauf noch von der Lage der Gesellschaft von Bedeutung sind. Die CO2-Emissionen stellt demnach keine steuerungsrelevanten Kennzahlen des NORMA Group-Konzerns dar.

 

Nichtfinanzielle Kennzahlen1,2

 

202520242023202220212020201920182017
CO2 -Emissionen  t CO2eq1.44934.17145.0644.87943.44949.81354.49451.018n/a

1_Freiwillige zusätzliche Angaben, die als lageberichtsfremde Angabe nicht Teil der gesetzlichen Abschlussprüfung ist, sondern im Rahmen der Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung mit begrenzter Sicherheit geprüft werden.

2_Werte inkl. des aufgegebenen Geschäftsbereichs.

3_Der Wert für 2025 ist im Rahmen einer “Limited Assurance” geprüft worden und ist zudem nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Seit dem Geschäftsjahr 2025 galt eine Neudefinition des Ziels, die sich auf die Vermeidung von Treibhausgasemissionen konzentriert. Der für das Geschäftsjahr 2025 berichtete Wert in Höhe von 1.449 Tonnen CO2-Äquivalente bezieht sich auf die Vermeidung von Emissionen durch im Jahr 2025 umgesetzte Effizienzmaßnahmen (voller 12-Monats-Vermeidungseffekt, bezogen auf Scope 1 und 2, marktbasiert). Der Scope 1 beinhaltet ausschließlich Emissionen aus Erdgas und Flüssiggas und der Scope 2 Emissionen aus bezogener Elektrizität und Fernwärme. Bei der Erfassung der Emissionen werden Emissionen bezogen auf die Produktionsstandorte und Distributionszentren berücksichtigt.

4_Bis Ende 2024 wurde angelehnt an die im Geschäftsjahr 2024 herausgegebene Prognose für die CO2-Emissionen von „unter 9.600 Tonnen CO2-Äquivalente“ (bezogen auf Scope 1 und 2, marktbasiert) eine andere Zieldefinition herangezogen.