Steuerungssystem

Die konsequente Ausrichtung der operativen Tätigkeiten auf die zentralen Konzernziele spiegelt sich auch in unserem internen Steuerungssystem wider, welches sowohl auf finanziellen als auch auf nicht finanziellen Steuerungskennzahlen beruht.

Finanzielle Steuerungskennzahlen

20202019201820172016201520142013
Konzernumsatz (in EUR Mio.)952,21.100,11.084,11.017,1894,9889,6694,7635,5
Bereinigtes EBITA (in EUR Mio.)54,6144,8173,2174,5157,5156,3121,5112,6
Bereinigte EBITA-Marge (in %)5,713,216,017,217,617,617,517,7
Bereinigtes EBIT (in EUR Mio.)45,3136,1164,5166,0147,7147,9116,2107,7
Bereinigte EBIT-Marge (in %)4,812,415,216,316,516,616,716,9
Operativer Netto-Cashflow (in EUR Mio.)78,3122,9124,4132,9148,5134,7109,217,7
NORMA Value Added (NOVA) (in EUR Mio.)– 46.417,360,854,8n/an/an/an/a

Zu den bedeutenden finanziellen Steuerungskennzahlen der NORMA Group zählen die folgenden wert- und wachstumsorientierten Kennzahlen, die unmittelbaren Einfluss auf die Wertschöpfung der NORMA Group haben: organisches Konzernumsatzwachstum, bereinigtes EBITA und bereinigtes EBIT sowie operativer Netto-Cashflow. Diese Kennzahlen münden in den sogenannten NORMA Value Added (NOVA) als zentrale strategische Zielgröße. Anhand dieser Kennzahlen überprüft die NORMA Group kontinuierlich Wachstum, Profitabilität, Liquidität und Kapitaleffizienz.

Konzernumsatz
Als wachstumsorientiertes Unternehmen misst die NORMA Group der profitablen Steigerung des Umsatzes besondere Bedeutung bei. Dabei strebt der Konzern ein kurz- und mittelfristiges organisches Wachstum über dem Marktdurchschnitt an. Dieses bezieht sich auf das innere Wachstum ohne Berücksichtigung von Währungseffekten. Zudem werden Umsatzerlöse von neu getätigten Akquisitionen innerhalb der ersten zwölf Monate ab Erstkonsolidierung gesondert ausgewiesen (Umsatzerlöse aus Akquisitionen).

Operative Ergebniskennzahlen
Das bereinigte EBITA (EBITA vor Sondereinflüssen) ist eine wichtige interne und externe Bewertungskennzahl im Hinblick auf die laufende operative Tätigkeit und ist Grundlage der Incentivierung der Belegschaft der NORMA Group. Die bereinigte EBITA-Marge, die das bereinigte EBITA im Verhältnis zum Umsatz zeigt, gibt Aufschluss über die Profitabilität der Geschäftsaktivitäten. Um die bereinigte EBITA-Marge und damit die Profitabilität auf hohem Niveau zu halten, arbeitet die NORMA Group kontinuierlich an der Optimierung ihrer Unternehmensprozesse und -strukturen und konzentriert sich darauf, wesentliche Kostenfaktoren zu reduzieren.

Das bereinigte EBIT bildet die Grundlage für die Vergütung des Vorstands im Rahmen der zum 1. Januar 2020 grundlegend überarbeiteten und neu gefassten Vorstandsverträge und wurde daher im Geschäftsjahr 2020 neu in das Steuerungssystem aufgenommen. Ab dem Jahr 2021 sollen ausschließlich das bereinigte EBIT sowie die bereinigte EBIT-Marge als wesentliche Ergebnis- und Profitabilitätskennzahlen dienen. Die Incentivierungsgrundlagen in den Verträgen der Belegschaft werden 2021 im Einklang mit den Vorstandsverträgen auf diese Zielgrößen umgestellt. Zum langfristigen Vergleich und für ein besseres Verständnis der Geschäftsentwicklung bereinigt die NORMA Group das operative Ergebnis um bestimmte Aufwendungen. Abweichend zu den Vorjahren werden seit dem Geschäftsjahr 2020 nur noch solche Aufwendungen bereinigt, die im Zusammenhang mit dem Erwerb von Tochterunternehmen stehen.

Operativer Netto-Cashflow
Um die finanzielle Unabhängigkeit und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Konzerns aufrechtzuerhalten, orientiert sich die NORMA Group bei der Unternehmenssteuerung auch am operativen Netto-Cashflow. Dieser umfasst die wesentlichen zahlungswirksamen Posten, die von den einzelnen Geschäftseinheiten beeinflusst werden können, und gibt Aufschluss darüber, ob sich die NORMA Group aus dem Zahlungsstrom des operativen Geschäfts heraus finanzieren kann. Er wird ausgehend vom bereinigten EBITDA zuzüglich der Veränderungen im Working Capital, abzüglich der Investitionen aus dem operativen Bereich berechnet. Die wesentlichen Ansatzpunkte zur Verbesserung des operativen Netto-Cashflows liegen damit in der Steigerung des Umsatzes, der Verbesserung des um Sondereffekte bereinigten betrieblichen Ergebnisses (EBITDA) und einer nachhaltigen, wertsteigernden Investitionstätigkeit. Zudem beeinflusst ein konsequentes Management des Working Capital mit Fokus auf eine kontinuierliche Optimierung den operativen Netto-Cashflow positiv.

NORMA Value Added (NOVA)
Ziel der NORMA Group ist es, das ihr von Aktionär:innen und Fremdkapitalgebern zur Verfügung gestellte Kapital so effizient wie möglich einzusetzen, um die langfristig positive Entwicklung des Konzerns zu sichern. Um dies zu steuern, ermittelt die NORMA Group die jährliche Wertsteigerung in Form des sogenannten NORMA Value Added (NOVA). Der NORMA Value Added ergibt sich aus dem bereinigten EBIT abzüglich des Steueraufwands und der Kapitalkosten. Dabei sind die Kapitalkosten durch den gewichteten Kapitalkostensatz (Weighted Average Cost of Capital, WACC) und das investierte Kapital (Eigenkapital plus Nettoverschuldung) definiert.

Nicht finanzielle Steuerungsgrößen

Zu den wichtigsten nichtfinanziellen Steuerungsgrößen der NORMA Group zählen die CO2-Emissionen, die Innovationsfähigkeit des Konzerns, das Problemlösungsverhalten der Mitarbeiter:innen und die nachhaltige Gesamtentwicklung der NORMA Group.

20202019201820172016201520142013
Fehlerhafte pro Million Teile (PPM)5,16,17,11632n/an/an/a
Anzahl der jährlichen Erfindungsmeldungen*22223233n/an/an/an/a
CO2-Emissionen (Scope 1 und 2) **49.81354.49451.018n/an/an/an/an/a

Kohlenstoffdioxid-Emissionen
Die Einhaltung der geltenden Umweltschutzvorgaben und die Vermeidung von Umweltrisiken haben für die NORMA Group eine hohe Priorität. Das Unternehmen orientiert sich dabei an internationalen Standards und Richtlinien. Ein bedeutsamer nichtfinanzieller Leistungsindikator im Bereich Umwelt, der seit Januar 2020 auch Bestandteil des Vergütungssystems des Vorstands ist, sind klimarelevante CO2-Emissionen. Die NORMA Group erfasst dabei die Treibhausgasemissionen aller Produktionsstandorte, die aus dem Gasverbrauch (Scope 1) sowie dem Einkauf von Strom und Fernwärme (Scope 2) entstehen und ist bestrebt diese Emissionen kontinuierlich zu senken. Für die eigenen Produktionsprozesse hat sich die NORMA Group zum Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen bis 2024 (Bezugsjahr 2017) um rund 19,5 % zu reduzieren. Dieses Ziel orientiert sich unter anderem an Berechnungen der Science-based-Targets- Initiative

Innovationsfähigkeit
Die nachhaltige Sicherung der Innovationsfähigkeit ist ein wesentlicher Treiber für das zukünftige Wachstum des Konzerns. Daher misst die NORMA Group die Anzahl der jährlichen Erfindungsmeldungen. Eine Erfindungsmeldung erfolgt im Rahmen eines internen formalisierten Prozesses durch die Mitarbeiter:innen der NORMA Group und ist dem externen Prozess einer neuen Patentanmeldung vorgelagert. Durch die Etablierung gezielter interner Anreizsysteme fördert die NORMA Group das innovative Denken ihrer Belegschaft.

Problemlösungsverhalten der Mitarbeiter
Zuverlässigkeit und eine hohe Servicequalität sind Anspruch der NORMA Group. Die Reputation ihrer Marken und die Verlässlichkeit der Produkte sind ein wesentlicher Faktor des Unternehmenserfolgs. Bei der Entwicklung und Fertigung seiner Produkte setzt der Konzern daher auf hohe Qualitätsstandards. Um Fehlproduktionen zu minimieren und die Kundenzufriedenheit zu maximieren, misst und steuert die NORMA Group das Problemlösungsverhalten ihrer Belegschaft anhand der Kennzahl der fehlerhaften Teile pro Million gefertigter Teile (Parts per Million / PPM). Diese Kennzahl wird konzernweit monatlich erfasst und aggregiert.

Nachhaltige Gesamtentwicklung
Wir sehen es als zentrale Verantwortung, die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit mit den Erwartungen und Bedürfnissen der Gesellschaft in Einklang zu bringen. Deshalb orientieren wir uns bei operativen Entscheidungen an den Prinzipien einer verantwortungsvollen Unternehmensführung und nachhaltigen Handelns. Die Strategie und Zielsetzung der NORMA Group im Bereich Corporate Responsibility (CR) wird durch unsere CR-Politik beeinflusst, welche in der CR-Roadmap verankert ist.

* Die Anzahl der Erfindungsmeldungen dient seit Mitte 2016 als zentrale Steuerungskennzahl zur Messung der Innovationsfähigkeit des Konzerns und löste damit die Anzahl der Patentneuanmeldungen ab, die aufgrund der Umstellung der Patentstrategie an Aussagekraft verloren hatte. Da die Anzahl der Erfindungsmeldungen erstmalig ganzjährig für das Geschäftsjahr 2017 erfasst wurde, liegen keine Vergleichswerte für 2016 vor.

** Die CO2-Emissionen werden seit 2017 entsprechend den Vorgaben des Greenhouse Gas Protocols erhoben. Die Kennzahlen für die Jahre 2019 und früher wurden mit „limited assurance“ geprüft.

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