NORMA Group steigert Umsatz und Profitabilität im dritten Quartal 2026

Maintal, 3. November 2026

  • Konzernumsatz wächst im dritten Quartal währungsbereinigt um 4,2 %; unter Berücksichtigung positiver Währungseffekte Anstieg um 5,2 % auf 207,8 Millionen Euro
  • Bereinigtes EBIT steigt auf 7,8 Millionen Euro; bereinigte EBIT-Marge verbessert sich auf 3,7 %
  • Operativer Netto-Cashflow im dritten Quartal mit 10,2 Millionen Euro positiv
  • Industry Applications wächst im dritten Quartal währungsbereinigt um 11,3 %, Mobility & New Energy um 0,9 %; weitere Auftragserfolge in beiden Geschäftsbereichen stärken das Neugeschäft und erschließen neue Anwendungen
  • NewNORMA-Transformation zeigt Fortschritte; Prognose für das Geschäftsjahr 2026 bestätigt
  • Tobias Bichler soll bis spätestens zum 1. April 2027 neuer Finanzvorstand der NORMA Group werden

Die NORMA Group hat im dritten Quartal 2026 ihren Umsatz gesteigert und die operative Profitabilität weiter verbessert. Bereinigt um Währungseffekte stieg der Konzernumsatz im Vorjahresvergleich um 4,2 %. Unter Berücksichtigung positiver Währungseffekte erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 5,2 % auf 207,8 Millionen Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (bereinigtes EBIT) hat sich von 3,8 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 7,8 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich entsprechend von 1,9 % auf 3,7 %. Umsatz und EBIT-Marge entsprechen damit den am 19. Oktober genannten vorläufigen Zahlen. Wesentlicher Treiber der Ergebnisverbesserung war die fortschreitende Umsetzung der NewNORMA-Transformation mit der damit einhergehenden Verbesserung der Kostenstruktur.

Vorstandsvorsitzende Birgit Seeger: „Die erneute Verbesserung unserer bereinigten EBIT-Marge bestätigt die Fortschritte bei der Umsetzung von NewNORMA. Wir sehen bereits im dritten Quartal in Folge, dass unsere Transformation Wirkung zeigt. Mit unseren Sales-Push-Initiativen erschließen wir zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten in beiden strategischen Geschäftsbereichen. Die positive Entwicklung von Industry Applications zeigt, dass wir unser Geschäft in attraktiven industriellen Märkten weiter ausbauen. Gleichzeitig arbeiten wir konsequent daran, die Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität von Mobility & New Energy zu stärken. Mit NewNORMA haben wir klare Prioritäten gesetzt: mehr profitables Geschäft gewinnen, unsere Kapazitäten besser nutzen und strukturelle Kosten senken. Entscheidend ist jetzt die konsequente Umsetzung.“

Umsatzwachstum und verbesserte Profitabilität im dritten Quartal

Der Konzernumsatz der NORMA Group stieg im dritten Quartal 2026 währungsbereinigt um 4,2 %. Unter Berücksichtigung positiver Währungseffekte erhöhte sich der Umsatz um 5,2 % auf 207,8 Millionen Euro (Q3 2025: 197,5 Millionen Euro).

Das bereinigte EBIT verbesserte sich auf 7,8 Millionen Euro und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert von 3,8 Millionen Euro. Die bereinigte EBIT-Marge erhöhte sich auf 3,7 % (Q3 2025: 1,9 %). Die bereinigte Bruttomarge ging aufgrund einer höheren Materialeinsatzquote auf 55,3 % zurück (Q3 2025: 56,5 %). Dies wurde durch Verbesserungen der Kostenstruktur im Rahmen der NewNORMA-Transformation mehr als kompensiert. So verringerten sich die bereinigten sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz auf 15,1 % (Q3 2025: 16,7 %) und die bereinigte Personalkostenquote auf 31,0 % (Q3 2025: 32,0 %).

Das berichtete EBIT lag bei -6,0 Millionen Euro (Q3 2025: -51,0 Millionen Euro). Darin enthalten waren Aufwendungen im Zusammenhang mit der NewNORMA-Transformation sowie Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen, die in Höhe von insgesamt 13,8 Millionen Euro bereinigt wurden.

In den ersten neun Monaten 2026 stieg der Konzernumsatz der NORMA Group währungsbereinigt um 0,9 %. Unter Berücksichtigung negativer Währungseffekte ging der Umsatz um 0,6 % auf 628,3 Millionen Euro (Q1-Q3 2025: 631,8 Millionen Euro) zurück. Das bereinigte EBIT stieg im Neunmonatszeitraum deutlich auf 21,7 Millionen Euro (Q1-Q3 2025: 5,9 Millionen Euro). Die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich auf 3,5 % nach 0,9 % im Vorjahreszeitraum. Das berichtete EBIT belief sich auf 1,2 Millionen Euro (Q1-Q3 2025: -54,1 Millionen Euro). Darin enthalten waren Bereinigungen in Höhe von insgesamt 20,5 Millionen Euro im Zusammenhang mit der NewNORMA-Transformation sowie Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen.

Industry Applications mit zweistelligem Umsatzwachstum im dritten Quartal; Mobility & New Energy leicht über Vorjahr

Der strategische Geschäftsbereich Industry Applications setzte seine positive Entwicklung im dritten Quartal 2026 fort. Der Umsatz stieg währungsbereinigt um 11,3 %. Unter Berücksichtigung positiver Währungseffekte erhöhte sich der Umsatz um 12,4 % auf 70,2 Millionen Euro (Q3 2025: 62,5 Millionen Euro). Wachstumstreiber war insbesondere die Region Amerika, unterstützt durch positive Beiträge aus Asien-Pazifik und EMEA. In den ersten neun Monaten 2026 erzielte Industry Applications ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 8,1 % (berichtet: +6,1 %).

Im strategischen Geschäftsbereich Mobility & New Energy stieg der Umsatz im dritten Quartal 2026 währungsbereinigt um 0,9 %. Unter Berücksichtigung positiver Währungseffekte erhöhte sich der Umsatz um 1,9 % auf 137,6 Millionen Euro (Q3 2025: 135,0 Millionen Euro). Positive Umsatzentwicklungen in den Regionen Amerika und EMEA wurden teilweise durch rückläufige Umsätze in Asien-Pazifik kompensiert. In den ersten neun Monaten 2026 lag der Umsatz währungsbereinigt 2,4 % unter dem Vorjahresniveau (berichtet: -3,5 %).

Die unterschiedliche Entwicklung der beiden Geschäftsbereiche unterstreicht die strategische Ausrichtung von NewNORMA: Während Industry Applications das profitable Wachstum in zusätzlichen industriellen Märkten vorantreibt, stehen bei Mobility & New Energy angesichts der weiterhin verhaltenen Nachfrage in der Automobilindustrie die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, eine höhere Auslastung bestehender Kapazitäten und die Verbesserung der Profitabilität im Mittelpunkt.

Amerika mit starkem Wachstum; Profitabilität in EMEA verbessert

Regional entwickelte sich das Geschäft im dritten Quartal unterschiedlich. In der Region Amerika stieg der Umsatz währungsbereinigt um 13,0 % (berichtet: +14,8 %) auf 76,1 Millionen Euro. Die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich deutlich auf 8,4 % (Q3 2025: 4,5 %).

Auch in der Region EMEA legte der Umsatz währungsbereinigt um 2,4 % (berichtet: +2,1 %) auf 103,1 Millionen Euro zu. Die bereinigte EBIT-Marge stieg auf 2,7 % (Q3 2025: -0,9 %). Die Ergebnisverbesserung wurde insbesondere durch die Umsetzung der NewNORMA-Transformation unterstützt. Positiv wirkte sich zudem die im Vorjahreszeitraum durch temporäre Zusatzaufwendungen belastete Vergleichsbasis aus.

In der Region Asien-Pazifik ging der Umsatz dagegen währungsbereinigt um 9,0 % zurück (berichtet: -5,6 %) und lag bei 28,7 Millionen Euro. Belastend wirkte insbesondere die rückläufige Umsatzentwicklung im Geschäftsbereich Mobility & New Energy, während Industry Applications weiter wuchs. Die bereinigte EBIT-Marge lag bei 9,1 % (Q3 2025: 10,3 %).

Neue Aufträge und Anwendungen stärken Wachstumsperspektiven

Die NORMA Group erzielte im dritten Quartal weitere Erfolge beim Ausbau ihres Neugeschäfts. Im Geschäftsbereich Industry Applications gewann das Unternehmen in den USA einen Auftrag eines Baumaschinenherstellers für Komponenten in Dieselpartikelfiltern. Darüber hinaus gewann die NORMA Group in Europa einen Auftrag eines Motorenherstellers für spezialisierte Kunststoffleitungen zur Anwendung in Offroad- und Landmaschinen.

Ein weiterer Erfolg gelang bei der Erschließung neuer industrieller Anwendungen: Im dritten Quartal setzte die NORMA Group erstmals ihre patentierte Dry-Break-Ventiltechnologie bei einem Kunden im Bereich stationärer Batteriespeichersysteme ein. Diese Technologie ermöglicht das sichere Verbinden und Trennen von Kühlleitungen bei minimalem Flüssigkeitsaustritt. Der ursprünglich für Januar 2027 geplante Projektstart konnte auf August 2026 vorgezogen werden.

Auch Mobility & New Energy gewann neues Geschäft. In China erhielt die NORMA Group einen Auftrag für Verbindungskomponenten in Kühlsystemen von Plug-in-Hybrid- und batterieelektrischen Fahrzeugen. Damit gelang der Einstieg in eine lokale Fahrzeugplattform in diesem Anwendungsbereich. Der Auftrag umfasst ein erwartetes Gesamtumsatzvolumen von mehr als 3 Millionen Euro über eine Laufzeit von fünf Jahren. Der Produktionsstart ist für das vierte Quartal 2026 vorgesehen.

Die Auftragserfolge zeigen Fortschritte bei der Umsetzung der Sales-Push-Initiativen und unterstreichen die Fähigkeit der NORMA Group, bestehende Engineering- und Technologiekompetenzen für zusätzliche Kunden und Anwendungen einzusetzen.

Positiver operativer Netto-Cashflow im dritten Quartal; Kapitalrückführung erfolgreich abgeschlossen

Die NORMA Group erzielte im dritten Quartal 2026 einen positiven operativen Netto-Cashflow von 10,2 Millionen Euro (Q3 2025: 24,5 Millionen Euro). In den ersten neun Monaten belief sich der operative Netto-Cashflow auf -2,9 Millionen Euro (Q1-Q3 2025: 59,1 Millionen Euro). Die Vergleichbarkeit mit den jeweiligen Vorjahreszeiträumen ist eingeschränkt, da die Vorjahreswerte noch Beiträge des im Februar 2026 veräußerten Water-Management-Geschäfts enthalten. Der operative Netto-Cashflow in den ersten neun Monaten 2026 wurde zudem durch Einmaleffekte im Zusammenhang mit der Veräußerung im ersten Quartal 2026 belastet.

Mit dem zweiten öffentlichen Aktienrückkaufangebot im September 2026 hat die NORMA Group die angekündigte Rückführung von insgesamt rund 260 Millionen Euro aus den Erlösen des Verkaufs des Water-Management-Geschäfts an ihre Aktionärinnen und Aktionäre wie geplant abgeschlossen. Die im Rahmen des zweiten Angebots erworbenen Aktien wurden vollständig eingezogen. Die entsprechende Kapitalherabsetzung wurde am 24. September 2026 wirksam.

Zum 30. September 2026 verfügte die NORMA Group über eine Nettoliquidität von 80,0 Millionen Euro (31. Dezember 2025: Nettoverschuldung von 316,1 Millionen Euro). Die Eigenkapitalquote betrug 64,2 % (31. Dezember 2025: 45,1 %). Die deutlich verbesserte Finanzposition ist insbesondere auf die nach Schuldentilgung und Aktienrückkäufen verbliebenen Erlöse aus der Veräußerung des Water-Management-Geschäfts zurückzuführen.

NewNORMA: Strategische Prioritäten und finanzielle Ziele bis 2031

Bei ihrem Strategy Update am 19. Oktober 2026 hat die NORMA Group ihre NewNORMA-Strategie konkretisiert und die finanziellen Ziele bis 2031 vorgestellt. Bis 2031 strebt das Unternehmen ein durchschnittliches jährliches, um Währungseffekte bereinigtes Umsatzwachstum von 1 bis 3 %, eine bereinigte EBIT-Marge von über 10 % sowie eine Cash Conversion1 von über 70 % an. Im Mittelpunkt stehen die weitere Umsetzung der NewNORMA-Transformation, die Optimierung der globalen Standortstruktur sowie der Ausbau profitabler Geschäftsmöglichkeiten durch die Sales-Push-Initiativen.

Die Präsentationen zum Strategy Update 2026 sowie die Aufzeichnung der Veranstaltung stehen auf der Webseite der NORMA Group zur Verfügung.

NORMA Group stellt neuen CFO vor

Der Aufsichtsrat der NORMA Group SE hat Tobias Bichler als neuen Chief Financial Officer (CFO) in den Vorstand berufen. Bichler wird sein Amt spätestens zum 1. April 2027 antreten.

Tobias Bichler verfügt über langjährige internationale Erfahrung in Controlling, Finanzsteuerung und der Begleitung von Restrukturierungs- und Transformationsprogrammen. Derzeit ist er als Senior Vice President Controlling und Deputy CFO der Brose Gruppe tätig. Zuvor verantwortete er als CFO die Finanzen der Region China. Mit seiner umfassenden internationalen Finanz- und Transformationserfahrung wird er als CFO der NORMA Group die weitere Umsetzung der NewNORMA Strategie im Finanzbereich vorantreiben und die Transformation der NORMA Group zu einem fokussierten, globalen Industrial Powerhouse mitgestalten.

Okan Celiker wird die Funktion des Group CFO bis zum Eintritt von Tobias Bichler weiterhin wahrnehmen. Tobias Bichler übernimmt mit seinem Start die Rolle des CFO. Okan Celiker wird ab diesem Zeitpunkt die Übergabe als Deputy CFO begleiten und damit Kontinuität sowie einen geordneten Übergang sicherstellen.

Mark Wilhelms, Aufsichtsratsvorsitzender der NORMA Group: „Mit Tobias Bichler gewinnen wir einen Controlling Experten mit umfassender internationaler Industrieerfahrung, der unsere Finanzorganisation stärken und vor allem das in der Transformationsphase besonders wichtige Controlling entwickeln wird. Seine Industrieerfahrung wird es Herrn Bichler ermöglichen, die weitere Transformation der NORMA aktiv mitzugestalten. Mein besonderer Dank gilt Herrn Okan Celiker, der in einer für unser Unternehmen wichtigen Phase Verantwortung übernommen und die Finanzfunktion mit großem Engagement und hoher Professionalität geführt hat. Für seinen Einsatz und die vertrauensvolle Zusammenarbeit bin ich ihm persönlich sowie der gesamte Aufsichtsrat sehr dankbar. Ich freue mich, dass wir auch bei der Übergabe an den neuen CFO auf seine Erfahrung und sein Engagement zählen können.“

Prognose für das Geschäftsjahr 2026 bestätigt

Auf Basis der Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten bestätigt die NORMA Group ihre Prognose für das Gesamtjahr 2026. Das Unternehmen erwartet unverändert ein Konzernumsatzwachstum von rund 0 % bis 2 % und eine bereinigte EBIT-Marge in einer Bandbreite von rund 2 % bis 4 %. Für den operativen Netto-Cashflow wird weiterhin ein Wert zwischen rund 10 Millionen Euro und rund 20 Millionen Euro prognostiziert.


1 Cash Conversion bezeichnet das bereinigte EBIT zuzüglich Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, abzüglich Investitionen aus dem operativen Geschäft, der Veränderung des Trade Working Capital sowie der Mittelabflüsse aus Ertragsteuern, im Verhältnis zum bereinigten EBIT.

 

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