NORMA Group konkretisiert NewNORMA-Strategie und setzt finanzielle Ambition bis 2031

Maintal, 19. Oktober 2026

  • Bis 2031 strebt die NORMA Group ein durchschnittliches jährliches, um Währungseffekte bereinigtes Umsatzwachstum von 1 bis 3 %, eine bereinigte EBIT-Marge von über 10 % und eine Cash Conversion1 von über 70 % an
  • Geschäftsbereiche: Mobility & New Energy soll Wettbewerbsfähigkeit, Auslastung und Cash-Generierung stärken; Industry Applications treibt profitables Wachstum voran
  • Sales Push, Footprint-Optimierung und Transformation sollen profitables Wachstum beschleunigen, die Kapazitätsauslastung verbessern und strukturelle Kosten senken
  • Disziplinierte Kapitalallokation mit Fokus auf finanzielle Stärke und organisches Wachstum; neue Dividendenpolitik ab dem Geschäftsjahr 2027 mit einer angestrebten Ausschüttungsquote von mindestens 10 % des bereinigten Konzernjahresergebnisses; begleitet durch potenzielle Aktienrückkäufe

Die NORMA Group konkretisiert bei ihrem Strategy Update in Frankfurt die nächsten Schritte zur Umsetzung ihrer NewNORMA-Strategie und stellt ihre finanzielle Ambition bis 2031 vor. Nach dem Abschluss wesentlicher Portfolio- und Kapitalmaßnahmen in den vergangenen Monaten liegt der Schwerpunkt nun auf der operativen Umsetzung. Die drei Initiativen zur Erreichung eines profitablen Wachstums und einer bereinigten EBIT-Marge von über 10 % sind dabei: Sales Push, Footprint und Transformation. Sie zielen darauf ab, die Kapazitäten der NORMA Group mit profitablem Geschäft besser auszulasten und gleichzeitig die strukturelle Kostenbasis zu senken. Damit schafft die NORMA Group die Voraussetzungen für Wachstum, verbesserte Margen und eine stärkere Cash-Generierung.

Vorstandsvorsitzende Birgit Seeger: „Mit unserer NewNORMA-Strategie stellen wir die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft der NORMA Group. Wir verfügen über eine starke industrielle Substanz, die wir jetzt noch konsequenter nutzen. Dafür intensivieren wir unsere Marktbearbeitung, nutzen unsere Anlagen besser und senken unsere strukturellen Kosten. So stärken wir unsere Wettbewerbsfähigkeit, steigern die Profitabilität und verbessern die Cash-Generierung. Unser Zielbild ist eine fokussierte, leistungsstarke NORMA Group – ein Industrial Powerhouse für Verbindungstechnik.“

Zwei Geschäftsbereiche mit einem klaren Profil

Die NewNORMA-Strategie basiert auf der Neuausrichtung der nun klar definierten Geschäftsbereiche Mobility & New Energy und Industry Applications. Die beiden Divisionen unterstützen die Ambition der NORMA Group mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Mobility & New Energy bildet das stabile Kerngeschäft der Gruppe. Im Fokus der Neuausrichtung dieses Geschäftsbereichs steht die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, eine bessere Auslastung vorhandener Kapazitäten, höhere Profitabilität und eine verlässliche Cash-Generierung. Industry Applications bleibt der Wachstumstreiber der Gruppe. Der Geschäftsbereich soll künftig noch gezielter in strukturell attraktive Märkte expandieren, zusätzliche Wachstumsquellen erschließen und die Umsatzbasis der NORMA Group verbreitern.

Dabei setzt die NORMA Group auf ihre bestehenden Engineering-Kompetenzen in der Verbindungs- und Befestigungstechnik sowie im Bereich Fluid Handling, um neue Anwendungsfelder zu erschließen. Hierzu zählen unter anderem Rechenzentren, Batteriespeichersysteme, Wärmepumpen und Haushaltsgeräte. Zusätzliche Aufträge werden künftig weitgehend über die vorhandenen Kapazitäten laufen und damit Auslastung und Fixkostenabsorption verbessern.

Ab 2027 richtet die NORMA Group ihre interne Steuerung konsequent an den beiden globalen strategischen Geschäftsbereichen aus. Im neuen Betriebsmodell tragen die beiden Divisionen umfassende Verantwortung für Kunden, Preisgestaltung, Wachstum, Auslastung und Ergebnis. Mit dem neuen Betriebsmodell bündelt die NORMA Group marktseitige operative und finanzielle Verantwortung, verkürzt Entscheidungswege und schafft die Voraussetzungen für eine schnellere und effektivere Umsetzung der NewNORMA-Strategie.

Mehr Geschäft auf einer effizienteren Basis

Die NORMA Group setzt ihre NewNORMA-Strategie mit drei eng verzahnten Initiativen um:

Im Rahmen eines Sales Push intensiviert die NORMA Group die Marktbearbeitung, stärkt ihre Kundennähe und gewinnt gezielt profitables Geschäft, um bestehende Kapazitäten besser auszulasten. Dafür arbeiten Vertrieb und Engineering noch enger zusammen. Das Unternehmen setzt fortschrittliche Technologien effizienter für neue Kunden und Anwendungen ein und richtet Pricing-Entscheidungen stärker am Markt aus. Durch Target Costing werden bereits vor der Auftragsvergabe die notwendigen Kostenstrukturen definiert, um zu wettbewerbsfähigen Marktpreisen anbieten zu können.

Erste Erfolge sind bereits sichtbar: In den ersten neun Monaten 2026 stieg das kumulierte Lifetime-Umsatzvolumen neu gewonnener Aufträge im Geschäftsbereich Mobility & New Energy um rund 45 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Zudem optimiert die NORMA Group ihr globales Produktions- und Standortnetzwerk und richtet es konsequent an Nachfrage, Kosten, Fertigungskompetenz und Kundenanforderungen aus. Dabei verteilt das Unternehmen Aufträge flexibel über das globale Netzwerk. So werden Anlagen besser ausgelastet, Stückkosten gesenkt und die Wettbewerbsposition bei neuen Ausschreibungen gestärkt.

Bereits umgesetzte und laufende Maßnahmen umfassen unter anderem die Konsolidierung von Produktionsstandorten in China und die Bündelung der Produktion in Mexiko sowie die Schließung eines Distributionsstandorts in Australien und die geplante Schließung eines Regionalbüros in Singapur. Gleichzeitig stärkt die NORMA Group ihren Shared-Service-Standort in Novi Sad, Serbien.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Produktionsnetzwerk in EMEA. Das bestehende Netzwerk mit neun Produktionsstandorten weist dort derzeit eine strukturelle Unterauslastung auf. Die NORMA Group will deshalb die Produktion stärker bündeln, Fertigungsvolumen auf weniger Standorte konzentrieren und Best-Cost-Standorte gezielter nutzen. Ab 2031 erwartet das Unternehmen aus diesen Maßnahmen einen zusätzlichen annualisierten EBIT-Beitrag von rund 20 bis 30 Mio. Euro.

Zusätzlich zu mehr Geschäft und einer besseren Auslastung senkt die NORMA Group im Rahmen eines Transformationsprogramms ihre strukturelle Kostenbasis. Dafür vereinfacht das Unternehmen seine Organisation, reduziert Komplexität, standardisiert und automatisiert zentrale Prozesse und richtet die Performance-Steuerung stärker an finanziellen Kennzahlen aus.

Aus den bereits eingeleiteten und den zusätzlichen Maßnahmen des Transformationsprogramms sowie der EMEA-Footprint-Optimierung erwartet die NORMA Group bis 2031 insgesamt rund 70 bis 90 Mio. Euro zusätzliche annualisierte EBIT-Einsparungen gegenüber dem Geschäftsjahr 2026.

Finanzielle Ambition bis 2031

Bis 2031 strebt die NORMA Group an, ein durchschnittliches jährliches, um Währungseffekte bereinigtes Umsatzwachstum von 1 bis 3 % zu erreichen. Wachstumsimpulse sollen dabei zunehmend aus dem Geschäftsbereich Industry Applications kommen, während Mobility & New Energy vor allem über operative Verbesserungen zur finanziellen Ambition beiträgt.

Die bereinigte EBIT-Marge soll bis 2031 über 10 % erreichen. Zusätzliches profitables Volumen, ein besserer Produktmix, eine höhere Kapazitätsauslastung und eine niedrigere strukturelle Kostenbasis sollen die Marge steigern.

Eine verbesserte operative Profitabilität bildet die Grundlage für eine höhere Cash-Generierung. Bis 2031 strebt die NORMA Group eine Cash Conversion¹ von über 70 % an, unterstützt durch ein diszipliniertes Working-Capital-Management und Investitionsausgaben.

Okan Celiker, Group CFO: „Unsere finanzielle Ambition ist mit klaren operativen Maßnahmen hinterlegt, die wir bereits umsetzen und konsequent weiter ausbauen. Wir verbinden profitables Volumenwachstum und einen besseren Mix mit höherer Auslastung, niedrigeren strukturellen Kosten sowie konsequenter Working-Capital- und Investitionsdisziplin. So steigern wir die Marge und übersetzen die operative Verbesserung in stärkere Cashflows.“

Disziplinierte Kapitalallokation und neue Dividendenpolitik

Die NORMA Group richtet ihre Kapitalallokation an strategischen Prioritäten, erwarteten Renditen und finanzieller Leistungsfähigkeit aus. Oberste Priorität hat dabei die Sicherung einer soliden Bilanz. Mittelfristig strebt die NORMA Group ein Verhältnis von Nettoverschuldung zu bereinigtem EBITDA von bis zu 1,5x an.

Innerhalb dieses Rahmens priorisiert das Unternehmen organisches, profitables Wachstum mit einem klaren Fokus auf die Steigerung seiner Produktivität. Dazu gehören insbesondere die weitere Umsetzung des Sales Push sowie gezielte Investitionen in Forschung und Entwicklung. Kapital setzt die NORMA Group nur dort ein, wo strategischer Nutzen und erwartete risikoadjustierte Renditen die definierten Wertschaffungskriterien erfüllen.

Der Vorstand der NORMA Group hat eine Änderung der Dividendenpolitik beschlossen. Mit Beginn des Geschäftsjahres 2027 orientiert sich die Dividendenzahlung an einer Ausschüttungsquote von mindestens 10 % des bereinigten Konzernjahresergebnisses, sofern die wirtschaftliche Lage und Liquidität des Unternehmens dies erlauben. Die Dividende wird vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung einmal jährlich für das vorangegangene Geschäftsjahr ausgezahlt.

Mit der veränderten Dividendenpolitik behält die NORMA Group eine verlässliche Basisausschüttung bei und erhöht zugleich ihre finanzielle Flexibilität, um in profitables Wachstum zu investieren und zusätzlich potenzielle Aktienrückkäufe durchzuführen. Aktienrückkäufe erfolgen unter Berücksichtigung der finanziellen Spielräume und alternativer Verwendungsmöglichkeiten des Kapitals.

Die Präsentationen zum Strategy Update 2026 sowie weitere Informationen stehen auf der Unternehmenswebseite zur Verfügung: www.normagroup.com/global/de/investor-relations/publications-and-events/strategy-update-2026

 

1 Cash Conversion bezeichnet das bereinigte EBIT zuzüglich Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, abzüglich Investitionen aus dem operativen Geschäft, der Veränderung des Trade Working Capital sowie der Mittelabflüsse aus Ertragsteuern, im Verhältnis zum bereinigten EBIT.

Kontakt

Christian Filipcic

VP Corporate Marketing & Corporate Communications

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