Maintal, 7. August 2013
• Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2013 wächst um 1,6 Prozent auf 322,8 Millionen Euro
• Bereinigtes EBITA geht leicht um 2,7 Prozent auf 56,2 Millionen Euro zurück
• Prognose für das Geschäftsjahr 2013 bestätigt
Die NORMA Group SE („NORMA Group“), ein internationaler Markt- und Technologieführer für hochentwickelte Verbindungstechnik, hat das erste Halbjahr 2013 mit soliden Geschäftszahlen abgeschlossen. Der Konzernumsatz lag in den ersten sechs Monaten des Jahres mit 322,8 Millionen Euro 1,6 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (H1 2012: 317,7 Millionen Euro). Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Amortisation (EBITA) ging von Januar bis Juni 2013 leicht um 2,7 Prozent auf 56,2 Millionen Euro zurück (H1 2012: 57,8 Millionen Euro). Die bereinigte EBITA-Marge erreichte im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 17,4 Prozent (H1 2012: 18,2 Prozent).
„Der Geschäftsverlauf war in den ersten sechs Monaten des Jahres 2013 positiv. Die Umsatz- und Ertragsentwicklung lag im Rahmen unserer Erwartungen. Wir haben eine nachhaltig hohe Marge erzielt“, sagt Werner Deggim, Vorstandsvorsitzender der NORMA Group. „Im europäischen Markt zeigte sich trotz der volatilen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ein deutliches Wachstum. Dies wurde getrieben durch die Anläufe der neuen Motorengeneration im Zusammenhang mit der Einführung der Euro 6-Abgasnorm. Zudem konnten wir positive Umsätze aus den Akquisitionen in EMEA und AsienPazifik verbuchen. Wir halten an unseren Ziele für das Gesamtjahr 2013 fest.“
Der Auftragsbestand lag zum Stichtag 30. Juni 2013 mit 241,8 Millionen Euro 5,5 Prozent über den sehr hohen Vergleichswerten des Vorjahres und des Vorquartals (H1 2012: 229,3 Millionen Euro; Q1 2013: 229,1 Millionen Euro).
Unterschiedliche Entwicklung in den Regionen
In der Region EMEA (Europe, Middle East, Africa) war die Umsatzentwicklung trotz der verhaltenen konjunkturellen Lage im ersten Halbjahr 2013 positiv. Der Umsatz verbesserte sich um 3,9 Prozent auf 199,8 Millionen Euro (H1 2012: 192,4 Millionen Euro). Dazu haben die Akquisitionen aus dem Jahr 2012 und die Übernahme des Vertriebsgeschäfts von Variant S.A. in Polen im Mai dieses Jahres beigetragen. Variant vertreibt Verbindungsprodukte und Kabelbinder an Groß- und Einzelhändler im osteuropäischen Raum.
Die Region Amerika erzielte in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz von 97,6 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang von 6,4 Prozent gegenüber dem starken Vorjahreszeitraum (H1 2012: 104,3 Millionen Euro), wohingegen der Umsatz im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal 2013 aufgrund des positiven Konjunkturverlaufs in den USA verbessert werden konnte.
Die Erlöse in der Region Asien-Pazifik entwickelten sich positiv. Im ersten Halbjahr 2013 ist der Umsatz um 20,2 Prozent auf 25,3 Millionen Euro gewachsen (H1 2012: 21,1 Millionen Euro). Dies ist maßgeblich auf die Akquisition von Chien Jin Plastic Sdn. Bhd. im Jahr 2012 und die Übernahme des Vertriebsgeschäfts von Davydick & Co. Pty Limited in Australien im Januar 2013 zurückzuführen. Zur weiteren Stärkung des Geschäftsfeldes Wassermanagement hat die NORMA Group im Juni 2013 Guyco Pty Limited in Australien erworben. Die Einbeziehung in den Konsolidierungskreis erfolgt ab Juli 2013. Das Unternehmen produziert und vertreibt Verbindungsprodukte und Ventile, die in der Frischwasserversorgung, in Bewässerungs- und Sanitäranlagen sowie in der Landwirtschaft und Industrie zum Einsatz kommen.
Eigenkapitalquote verbessert, erste Emission eines Schuldscheindarlehens
Das Konzerneigenkapital stieg zum 30. Juni 2013 um 9,7 Millionen Euro gegenüber dem Jahresende auf 298,0 Millionen Euro (31. Dezember 2012: 288,3 Millionen Euro). Die Eigenkapitalquote verbesserte sich trotz der Dividendenauszahlung in Höhe von 20,7 Millionen Euro auf 42,5 Prozent gegenüber 41,7 Prozent zum Jahresende 2012. Die Nettoverschuldung ohne Sicherungsinstrumente konnte um 1,3 Prozent gesenkt werden und lag zum Ende des ersten Halbjahres 2013 bei 171,9 Millionen Euro (31. Dezember 2012: 174,2 Millionen Euro).
Im Juli 2013 hat die NORMA Group ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 125 Millionen Euro mit fünf-, sieben- und zehnjähriger Laufzeit begeben. „Das aktuell günstige Zinsumfeld haben wir genutzt, um unsere Finanzierung zu flexibilisieren und langfristig auszurichten. So haben wir noch mehr Spielraum für weiteres Wachstum. Gleichzeitig konnten wir die Gesamtfinanzierungskosten reduzieren", sagt Dr. Othmar Belker, Finanzvorstand der NORMA Group. „Wir freuen uns über das große Interesse der Investoren. Dies spricht für die Stärke der NORMA Group auch im Kreditmarkt.“
Die Zahl der Mitarbeiter einschließlich Leiharbeitnehmern ist zum 30. Juni 2013 infolge der internationalen Expansion der NORMA Group um 323 Beschäftigte auf 4.808 gestiegen (31. Dezember 2012: 4.485 Mitarbeiter). Zum Stichtag 30. Juni 2013 waren in Deutschland 936 Mitarbeiter inklusive Leiharbeitnehmern beschäftigt.
Ausblick für 2013 bestätigt
Die NORMA Group erwartet, dass der Konzernumsatz im Jahr 2013 moderat gegenüber 2012 wachsen wird. Zudem ergeben sich konsolidierungsbedingt zusätzliche Umsätze von rund 25 Millionen Euro aus den Akquisitionen 2012 und 2013. Für das Geschäftsjahr 2013 wird eine nachhaltige EBITA-Marge angestrebt, die auf dem Niveau der drei Vorjahre von über 17 Prozent liegen soll (2010: 17,4 Prozent; 2011: 17,7 Prozent; 2012: 17,4 Prozent).
NORMA Group SE – in Zahlen