Norma Group

Organische Umsatzerlöse der NORMA Group im ersten Halbjahr 2019 rückläufig


· Umsatz im ersten Halbjahr 2019 um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 564,7 Millionen Euro gesteigert; organischer Umsatz um 2,3 Prozent zurückgegangen
· Bereinigtes EBITA im ersten Halbjahr 2019 um 8,2 Prozent auf 80,6 Millionen Euro gesunken
· Prognose für Gesamtjahr 2019 angepasst

Maintal, Deutschland, 6. August 2019 – Die NORMA Group, ein internationaler Marktführer für hochentwickelte Verbindungstechnologie, hat im ersten Halbjahr 2019 den Umsatz um 2,9 Prozent auf 564,7 Millionen Euro gesteigert (H1 2018: 549,0 Millionen Euro). Während der Umsatz organisch um 2,3 Prozent zurückging, steuerten die 2018 akquirierten Unternehmen Kimplas und Statek 2,3 Prozent bzw. 12,9 Millionen Euro bei. Währungseffekte hatten einen positiven Effekt von 2,8 Prozent bzw. 15,4 Millionen Euro auf die Umsatzerlöse. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (bereinigtes EBITA) sank im ersten Halbjahr 2019 um 8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 80,6 Millionen Euro (H1 2018: 87,7 Millionen Euro). Die bereinigte EBITA-Marge lag bei 14,3 Prozent (H1 2018: 16,0 Prozent). Belastend wirkten sich unter anderem das geringere organische Umsatzvolumen und die Kosten aus der Einführung eines ERP-Systems an einem Standort in Lateinamerika aus. Der operative Netto-Cashflow stieg um 12,2 Millionen Euro auf 28,6 Millionen Euro an (H1 2018: 16,4 Millionen Euro).

Im zweiten Quartal 2019 ist der Umsatz um 4,6 Prozent auf 289,0 Millionen Euro gestiegen (Q2 2018: 276,4 Millionen Euro). Organisch ging der Umsatz um 0,4 Prozent zurück. Die 2018 akquirierten Unternehmen Kimplas und Statek trugen 2,4 Prozent zum Umsatzwachstum bei. Währungseffekte wirkten sich mit 2,5 Prozent positiv aus. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (bereinigtes EBITA) sank im zweiten Quartal 2019 um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 40,9 Millionen Euro (Q2 2018: 42,0 Millionen Euro). Die bereinigte EBITA-Marge lag bei 14,2 Prozent (Q2 2018: 15,2 Prozent). Der operative Netto-Cashflow fiel um 1,4 Millionen Euro auf 28,8 Millionen Euro (Q2 2018: 30,2 Millionen Euro).

Anpassung der Jahresprognose 2019 und personelle Änderungen im Vorstand

Die NORMA Group hat auf Grundlage der Zahlen für das zweite Quartal 2019 und der erwarteten Ergebnisse für das Gesamtjahr 2019 ihre Prognose für das organische Umsatzwachstum, die bereinigte EBITA-Marge und den operativen Netto-Cashflow angepasst. Das Unternehmen rechnet damit, im Geschäftsjahr 2019 ein organisches Umsatzwachstum in dem Korridor von rund -1 Prozent bis rund 1 Prozent zu erreichen (bisher: 1 Prozent bis 3 Prozent). Zudem werden eine bereinigte EBITA-Marge in Höhe von über 13 Prozent (bisher: am unteren Ende des Korridors zwischen 15 Prozent und 17 Prozent) und ein operativer Netto-Cashflow in Höhe von 90 Millionen Euro (bisher: 100 Millionen Euro) für das Geschäftsjahr 2019 erwartet.

Der Vorstandsvorsitzende der NORMA Group, Bernd Kleinhens, schied im gegenseitigen Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat zum 31. Juli 2019 aus dem Vorstand aus. Dr. Michael Schneider hat seit dem 1. August 2019 die Aufgaben des Vorstandsvorsitzenden interimsweise zusätzlich zu seinem Amt als Finanzvorstand übernommen.

„Die Prognose für die Geschäftsentwicklung im Jahr 2019 haben wir im Wesentlichen angesichts des schwächer als erwarteten Marktumfelds im globalen Automobilgeschäft angepasst“, sagt Dr. Michael Schneider, Mitglied des Vorstands der NORMA Group. „Zudem wirken sich die weltweiten Handelsauseinandersetzungen und Sanktionen negativ aus. Die daraus resultierende Investitionszurückhaltung und Marktschwäche schlagen sich in einem anhaltend rückläufigen Geschäft in den Regionen EMEA und Asien-Pazifik, insbesondere in China und Indien, nieder. Eine Belebung in der zweiten Jahreshälfte 2019 ist aus heutiger Sicht nicht absehbar. Trotz der aktuell schwierigen Rahmenbedingungen sehen wir uns mit unserem diversifizierten Produktangebot und unserem Fokus auf die Zukunftsmärkte Elektromobilität und Wassermanagement weiterhin gut aufgestellt, um künftig von den globalen Megatrends zu profitieren.“

Entwicklung in EMEA, Amerika und Asien-Pazifik

In der Region EMEA (Europe, Middle East and Africa) sank der Umsatz im ersten Halbjahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozent auf 254,6 Millionen Euro (H1 2018: 258,1 Millionen Euro). Der Umsatzrückgang ist insbesondere auf ein schwächeres Geschäft im Bereich Engineered Joining Technology aufgrund anhaltend rückläufiger Produktionsvolumina in der europäischen Automobilindustrie zurückzuführen. Umsatzimpulse kamen hingegen aus dem Distribution-Services-Geschäft der NORMA Group. Auch die Akquisition von Statek in Deutschland leistete einen positiven Umsatzbeitrag. Für das Geschäftsjahr 2019 geht die NORMA Group in der Region EMEA weiterhin von einem moderaten organischen Wachstum aus.

In der Region Amerika wuchs der Umsatz von Januar bis Juni 2019 gegenüber dem Vorjahr um 6,6 Prozent auf 237,3 Millionen Euro (H1 2018: 222,7 Millionen Euro). Insbesondere der Bereich Wassermanagement verzeichnete in den ersten sechs Monaten 2019 ein starkes Wachstum. Während sich das Geschäft mit Nutzfahrzeugen und landwirtschaftlichen Maschinen weiterhin positiv entwickelte, blieben die Produktionszahlen im nordamerikanischen Automobilsektor spürbar rückläufig. Mit Blick auf das Gesamtjahr 2019 wird in der Region Amerika ein moderater organischer Rückgang erwartet (bisher: moderates organisches Wachstum).

In der Region Asien-Pazifik steigerte die NORMA Group den Umsatz im ersten Halbjahr 2019 gegenüber dem Vorjahr um 6,7 Prozent auf 72,8 Millionen Euro (H1 2018: 68,2 Millionen Euro). Die Übernahme von Kimplas in Indien trug positiv zu den Umsatzerlösen bei. Dagegen wirkte sich das anhaltend schwache Umfeld im chinesischen Automobilsektor belastend aus. In der Region Asien-Pazifik geht die NORMA Group für das Gesamtjahr 2019 von einem moderaten organischen Wachstum aus (bisher: starkes organisches Wachstum).

Zum Stichtag 30. Juni 2019 waren weltweit 8.890 Mitarbeiter einschließlich Leiharbeitnehmer bei der NORMA Group beschäftigt (31. Dezember 2018: 8.865 Mitarbeiter).

NORMA Group SE in Zahlen

*Mehr Informationen zu den Bereinigungen finden sich in nachfolgenden Finanzberichten: 2. Quartal 2019 (S. 14); 2. Quartal 2018 (S. 37); Geschäftsbericht 2018 (S. 142 f.); 1. Quartal 2019 (S. 13)
**Nettoverschuldung einschließlich Sicherungsinstrumenten; Sicherungsinstrumente in Höhe von H1/2019: 1,1 Millionen Euro; H1/2018: 1,4 Millionen Euro; GJ 2018: 0,8 Millionen Euro

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Weitere Termine

Die Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2019 ist für den 6. November vorgesehen.